Mal was ganz anderes ausprobieren war die Idee. Wir entschieden uns einen Halbmarathon in der Halle zu laufen.

Als wir unsere Startunterlagen abholten, liefen bereits die Marathonis ihre Runden. Die Atmosphäre war klasse. Die Halle war mit verschiedensten Lichtern erhellt, die Musik lief mit einer angenehmen Lautstärke und was am Wichtigsten war, die Temperatur war super, mit ca. 16 Grad ideal.

 

Senftenberg

 

 

 

 

 

 

 

 

22:30 Uhr waren wir in der Halle zurück und die anderen Beiden (Jörgen und Carsten) waren auch schon da. Mit Verspätung und den letzten Marathonis noch auf der Strecke, kam der Startschuss um ca. 23:10 Uhr. Unsere Jungs standen direkt im Start- Zielbereich, und konnten somit unsere Runden live verfolgen. Es war für mich eine ganz neue Erfahrung ohne GPS-Uhr zu laufen. Für Verpflegung war gesorgt worden, aber wir hatten ja unsere eigene Versorgung bei den Jungs.

Der Start ging dann nun so schnell, dass ich dann einfach los lief ohne weiter in Aufregung zu verfallen. Die Innenspur wurde komplett mit einer Lichterkette gekennzeichnet und die Decke mit Lasern erhellt. Ich lief Runde für Runde, und die ersten 30 vergingen wie im Flug. Martin reichte mir dann eine Apfelschorle, um etwas Energie zutanken, da ja noch 54 Runden zu bewältigen waren. Die Männer schossen Runde um Runde an mir vorbei. Aber egal, da ich ja das gleiche mit den anderen Läufern auch tat. Das Überholen in den Kurven wurde mit jeder Runde schwieriger. Die Seiten waren doch recht steil, und manchmal musste ich sogar bis zur 3. Laufspur hoch um vorbei zu kommen.

Erstaunt war ich über die tollen Luftverhältnisse. Zwischendurch bekamen wir sogar einen kühlen Windstoß durch die geöffnete Tür und es war überhaupt nicht zu warm, wie erst vermutet. Die Musik war super und ich konzentrierte mich nur noch auf meine Atmung. Martin rief mir zwischendurch meine Rundenzeit zu, damit konnte ich meinen Pace gut einschätzen.

Die erste Frau hatte mich nun schon oft überholt. Die Zweite hatte ich immer direkt neben mir, sie hatte aber schon eine Runde mehr absolviert. Nach 1:21 h überquerte dann der 1. Mann direkt neben mir die Ziellinie. Jörgen lief wie aufgezogen immer schneller an mir vorbei, gefolgt von Dirk und Carsten. Einer nach dem anderen wurde vom Sprecher aufgerufen, dass sie nur noch drei, zwei und dann eine Runde zu absolvieren hatten.

Nun war nur noch ich von SV BW Petershagen Eggersdorf auf der Strecke. Ich zog meine letzten Runden. In der 79 Runde musste ich doch noch die Toilette aufsuchen. Innerhalb von 50 Sekunden war ich wieder auf der Strecke, und gab nun die letzten Runden noch mal Gas.

Die 2. Frau wurde aufgerufen und war mit 2 Runden Vorsprung im Ziel. Jetzt kam meine letzte Runde. Nun tat das Überholen schon weh. Ich beendete meine 84. Runde, die 85. Runde stand auf dem Monitor, aber ich war mir überhaupt nicht sicher, ob ich nun wirklich alle geschafft hatte. Ein kurzes Nachfragen beim Org. Team klärte die Situation auf, geschafft!

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