Rennsteig-Etappenlauf 22.04 – 26.04.2013

 

Die Anreise Freitag 21.04.13 fing leider nicht so entspannt an wie geplant.

Um 10:09 mit der S-Bahn von Petershagen-Nord zum Hauptbahnhof nach Berlin. Unser ICE nach Leipzig hat 30 Minuten Verspätung, damit ist auch der Anschluss ICE nach Eisenach weg. Das fängt ja gut an.

Nun 1h später ab Leipzig nach Eisenach und von dort mit dem Bus nach Hörschel, dem Startpunkt unserer 5 tägigen Etappe auf dem Thüringer Höhenweg bis nach Blankenstein. In Hörschel an der Unterkunft angekommen stellte Frank fest, dass er seinen Rucksack am Busbahnhof in Eisenach hatte stehen lassen.

Wir redeten mit dem Org.-Team und Frank fuhr mit einem Betreuer zurück nach Eisenach, Rucksack noch da, puh Glück gehabt. Der Start in die Laufwoche war schon mal nicht ganz optimal.

Nun folgte noch die Einweisung am Abend für die erste Etappe. Eine sehr umfangreiche, konnte mir nicht alles merken. War gespannt, ob das morgen gut geht auf der Strecke. Ich startete in der letzten Gruppe.

Noch leckeres Abendbrot und ein Bier, die Mitstreiter etwas kennen gelernt, dann Sachen bereitlegt und Nachtruhe.

Startnummer Dirk Startnummer Madeleine 4

 

22.04.2013 1.Etappe 34,3km Hörschel-Grenzwiese bei Botterode

 

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Fototermin am Beginn des Rennsteigs an der Werra.

Ein paar Informationen gab es noch vom Org. Leiter zum Ort Hörschel und seiner Geschichte.

08:30 Start Gruppe 1

09:00 Start Gruppe 2 mit Madeleine

09:30 Start Gruppe 3 mit Frank und Dirk

Es ging gleich richtig los, von ca. 200m ü. NN auf ca. 400m ü. NN auf den ersten 8km, da ist der Kreislauf gleich richtig in Schwung. Ich ließ Frank gleich nach 3km alleine und schloss auf den nächsten Kilometern zum 2. auf. Die Strecke hatte es in sich, permanent geht es auf und ab, die Anstiege sind steil und kräfteraubend, am wilden Eber vorbei immer auf und ab, lasse den 2. hinter mir und laufe nun alleine, die Orientierung immer am weißen “R” IMG_0819ist denkbar einfach, bis zur “Hohen Sonne” sehe ich den Führenden noch. Endlich “Hohe Sonne” erreicht, Kontrollstempel und Verpflegung, nun ging es nur noch aufwärts die Anstiege sind lang und die Wege auf Grund von Wurzeln und Schnee  schwer zu laufen. Gaststätte Dreiherrenstein erreicht, Kontrollstempel geholt und weiter. Es ging weiter auf und ab, Oberer Beerberg bei 830 ü. NN erreicht, nun sind es nicht mehr viele Höhenmeter bis zum Großen Inselsberg mit 916m ü. NN. Die letzten 2km muss ich mit Blick auf die folgenden Etappen zum Teil walken, Gr. Inselsberg erreicht, endlich, nun noch runter und dann ist das erste Etappenziel erreicht, ein sehr steiler Abstieg macht die letzten 2km noch mal richtig anstrengen.

Zeiten

Dirk: 3:11:31

Frank: 3:34:43

Madeleine: 5:08:14

1300 Höhenmeter erklommen

Am Abend noch Essen und Einweisung für morgen, da muss ich an der Ebertswiese aufpassen, leicht versteckte Kontrollstelle.

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23.04.13 2. Etappe 27.3km Botterode-Oberhof Grenzadler

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Nach gutem und ausgiebigem Frühstück, hieß es die Turnschuhe wieder anziehen und auf zum Start der 2. Etappe. Wir fühlten uns gut, obwohl natürlich die gestrigen Höhenmeter noch in den Beinen steckten.

Start 1. Gruppe 08:00

Start 2. Gruppe 08:30 mit Madeleine

Start 3. Gruppe 09:00 mit Frank und Dirk

Start bei 723m ü. NN, gleich mal einen kräftigen Anstieg über 2km zum warm werden, dann wieder ordentlich bergab, in Richtung Heuberghaus, Possenröder Kreuz und weiter zur Ebertswiese, natürlich den Weg zum Berghotel, der Kontrollstelle, verpasst und den Umweg über die Wiese genommen, Frank auf dem Weg zurück zum Rennsteig getroffen. Der musste erst noch zur Kontrollstelle und hatte wie ich den direkten Weg verpasst. Nun rauf zur Neuen Ausspanne und den Sperrhügel hinauf, dicke Schneebretter machten diesen Teil der Etappe sehr schwer. Hier hatte ich schon mal einen Eindruck für den geplanten Rennsteig Supermarathon Ende Mai. Der Schnee hielt sich von der Schmalkalder Loibe bis zum Wachsenrasen. Das kostete richtig Kraft, die wir eigentlich auf den nächsten Etappen noch brauchten. Endlich das Etappenziel in Oberhof Grenzadler erreicht, 837m ü. NN. Wieder ca. 600 Höhenmeter erklommen. Die Etappe war schwieriger als gedacht.

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Zeiten:

Dirk: 2:31:41

Frank: 2:38:23

Madeleine: 3:55:25

 

Am Nachmittag noch ein Café besucht und die Kuchentheke geplündert, Energie für morgen tanken. Am Abend folgte ein gemeinsames Abendessen mit Einweisung für die 3. Etappe.

Madeleine hatte ihre Laufpartner gefunden, was mich beruhigte so ist sie auf dem Rennsteig nicht alleine unterwegs. Ich verbringe die Laufzeit nach 2-5km Einlaufen mit den Mitstreitern meist allein, empfand ich aber als sehr angenehm. Die Orientierung stellt auf Grund der Anstrengung und da ich alleine unterwegs war nun doch eine Herausforderung dar. Kleinere Routenfehler, die ich aber schnell korrigieren konnte, waren da nicht zu vermeiden. Madeleine hatte es da besser, 8 Augen sahen halt mehr als 2. Auch Frank erwischte es ein paar Mal auf der falschen Route. Am Ende erreichten wir aber alle das Ziel.

 

24.04.13 3. Etappe 27,4km Oberhof Grenzadler-Neustadt a. R.

Vor dem Start ein paar Übungen :-) .

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Wie immer ein schönes Frühstück und schon die Etappe von heute im Kopf. Wir werden heute an Schmiedefeld vorbei laufen, dem zentralen Zielort des Rennsteiglaufs im Mai für alle Strecken, und auf die uns bekannte Strecke des Marathons kommen.

Start 1. Gruppe 08:00

Start 2. Gruppe 08:30 mit Madeleine

Start 3. Gruppe 09:00

Start 4. Gruppe 09:30 mit Frank und Dirk

Wie üblich ein leichter Anstieg in Richtung Rondel in Oberhof dann über die neue Brücke in Richtung großer Beerberg zur höchsten Stelle dieser Tour “Plänckners Aussicht” mit 973 ü. NN. Die Stecke ist auf der Brandleite von der Suhler Ausspanne bis zur Schmücke dicht mit Schnee bedeckt. Auf den leicht angetauten Stecken ließ es sich aber laufen, nasse Füße hatte man auf jeden Fall. Das waren hoffentlich unsere letzten Schneeeindrücke auf dem Rennsteig. Die Strecke folgte nun in schönen kleinen Pfaden auf und ab dem weißen „R“. Hinter Allzunah erreichte ich Madeleine und Ihre Truppe. Auf den letzten Kilometern erkannte ich die Marathonstrecke wieder, nur diesmal ging es andersrum, einen letzten Anstieg über die Wiese vor Neustadt a. R. und das Etappenziel ist erreicht.

Zeiten:

Dirk: 2:20:56

Frank: 2:25:01

Madeleine: 3:44:18

 

Extra für uns wurde das Café in Allzunah geöffnet. Per Shuttleservice wurden wir dorthin gebracht. Es gab leckeren Kaffee und Kuchen und natürlich auch Erdinger alkoholfrei. Wir konnten uns in der Sonne ausruhen und die heutige Etappe auswerten.

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Am Abend gab es in Neustadt Abendbrot und die Einweisung für die 4. Etappe. Ich kann mir die ausführlichen Geschichten um den Rennsteig und welche Wege man nicht nehmen soll kaum merken. Hoffe das weiße „R“ immer zu sehen und auf Grund der bekannten Marathonstrecke den Weg zu finden.

Läuft man den Rennsteiglauf, dann hat man hier ca. 30km weg. Die Rinne vor den Schwalben Hauptwiesen passiert und den Anstieg nach Neustadt geschafft. Hier sollte der Marathonläufer noch genug Kraft für die folgenden Anstiege nach Schmiedefeld haben. Ich selber habe ab hier schon alles erlebt, erinnere ich mich an meine Rennsteigläufe. Nun soll es dieses Jahr über den langen Kanten gehen. Ich nutze diesen Etappenlauf als Vorbereitung.

25.04.13 4. Etappe Neustadt-Spechtsbrunn 39,9km

Heute sollten es nun 40km werden.

Start 1. Gruppe 08:00 mit Madeleine

Start 2. Gruppe 08:30

Start 3 .Gruppe 09:00 mit Frank und Dirk

Der Führende startete 09:30, wir hatten also eine halbe Stunde Vorsprung. Er müsste mich bei km 35 einholen, mal sehen. Der Weg führte aus Neustadt raus den bekannten Weg des Rennsteigmarathon in entgegengesetzter Richtung nach Kahlert, dort durch ein Wäldchen zu den Schwalbenhauptwiesen, endlich mal eine Weile nach dem Start bergablaufen. Verpflegungsstelle an den Schwalbenhauptwiesen erreicht. Nun die bekannte Rinne in Richtung Masserberg hoch, wenn hier die Rennsteigläufer durchlaufen ist es wesentlich enger. Auch das kann man auf diesem Etappenlauf mal anders genießen. Alleine ganz in Ruhe die Rinne hoch. Frank war noch in Sichtweite hinter mir. Nach kurzem Stopp an der Kontrollstelle rauf zum Aussichtsturm und nun schön bergab über Friedrichshöhe nach Limbach. Vorher noch einen Verpflegungspunkt angesteuert, 2 km vor Limbach Madeleine (km 19) eingeholt, leichte Orientierungsschwierigkeiten in Ihrer Gruppe die sich aber schnell auflösen, im Fremdenverkehrsamt den Kontrollstempel geholt und die Verpflegungsstelle angesteuert. Nun hatte ich alle vor mir Gestarteten eingeholt. Mit bergab ist es nun wieder vorbei, rauf den steilen Anstieg zur Sommertrainingsstrecke der Skifahrer in Richtung Neuhaus. Enge hohle Wege über Stock und Stein führen rauf und runter nach Neuhaus. Zwischendurch gab es noch eine Verpflegungsstelle (beim Marathon die Erste nach dem Start), wir liefen den originalen Pfad des Rennsteig ab. Beim Rennsteiglauf geht es hier die Landstrasse von Neuhaus runter, was manchen Läufer zu einem zu schnellen Anfangstempo verleitet. Warte nun schon auf Wolf (dem Führenden) der mich ja doch mal einholen wird. In Neuhaus kann ich mich zum Glück gut mit der GPS-Uhr und der abgespeicherten Strecke orientieren. Verpflegung Neuhaus erreicht, nun noch 7km bis nach Spechtsbrunn. Der Weg hatte es mit leichten Anstieg noch mal in sich und das nach 30km bergauf und ab. Zum Schluss ging es dann doch noch recht steil einen Forstweg bergab. In Spechtsbrunn noch eine Ehrenrunde gedreht, da ich den ersten Abzweig zum Ziel verpasst hatte.

Ziel erreicht, 2 Minuten nach mit kommt der Führende ins Ziel. Er kämpft schon mit einer Verletzung im Oberschenkel. Nur so lässt sich erklären, dass er mich nicht eingeholt hat.

 

Nun wird es auch schon recht warm, Madeleine kommt wie geplant glücklich an, 128 km sind geschafft, jetzt noch 40km und wir haben den Rennsteig komplett abgelaufen, auf der Original Strecke des Rennsteigs.

Zeiten:

Dirk: 3:36:24

Frank: 3:51:02

Madeleine: 5:36:56

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Diesen Nachmittag ging es ruhiger zu, da wir auf Grund von Kapazitätsengpässen in verschieden Orten schlafen. Uns ist eine Nacht in Bayern zugedacht. Irgendwie hat man das Gefühl die Orte haben hier was verschlafen. Nun gut, wir wollten auch nur schlafen und essen, daher ist die Unterkunft dafür völlig ausreichend.

Am Abend gemeinsames Abendessen (Shuttleservice inklusive) und Einweisung für die letzte Etappe. Nun merkt man doch langsam die zurückgelegten Kilometer und Höhenmeter. Aber die letzten 40km schaffen wir auch noch.

 

26.04.2013 5. Etappe Spechtsbrunn-Blankenstein 39,4km

 

Start 1. Gruppe 07:30

Start 2. Gruppe mit Madeleine 08:00

Start 3. Gruppe 08:30

Start 4. Gruppe 09:00 mit Frank und Dirk

Start 5. Gruppe 09:30

 

Es ging östlich aus Spechtsbrunn raus auf dem Rennsteig, der leider auf dieser Etappe nur wenige Kilometer seinem Namen als Höhenwanderweg Rechnung trägt. Schnell ist man am ersten Versorgungspunkt vorbei und lief nun parallel zur Frankenhochwaldstrasse auf dem Fahrradweg ca. 8km entlang. Der Kontrollpunkt in Steinbach am Wald war für mich schwer zu finden. Irgendwie hatte ich Orientierungsschwierigkeiten, das weiße „R“, als Markierung für den Rennsteig, war für mich leider öfter mal nicht zu sehen. Entweder war ich zu kaputt oder die Farbe des „R“ ist zu blass geworden. Egal wie, ich hatte auf dieser Etappe mehrfach Kurskorrekturen vornehmen müssen. Am Verpflegungspunkt sagte man mir, dass Frank mich schon suchte. Da ich auf Abwegen war, war er nun vor mir unterwegs. Ca. 10km vor dem Ziel sehe ich ihn in weiter Ferne auf dem Forstweg wieder. An diesem letzten Tag meinte es die Sonne besonders gut mit uns. Fast schon zu warm für eine solche Etappe. Den Rücken hatte ich mir schon gestern verbrannt, nun wird er vollständig von der Sonne verbrannt werden, leider Sonnencrem vergessen. Der Weg führte auf breiten Forstwegen immer Richtung Osten zum Etappen- und Gesamtziel der Woche in Blankenstein. Auch wenn diese Etappe Landschaftlich nicht so viel zu bieten hatte, war es doch die letzte Etappe und das Ziel vor Augen ging es doch etwas einfacher.

Endlich in Blankenstein angekommen, 168km auf dem Höhenwanderweg des Thüringer Waldes absolviert. Ein Erlebnis der besonderen Art. Die perfekte Organisation von Unterkunft, Transport und Versorgung unterwegs machten diesen Etappenlauf zu einem besonderen Erlebnis. Hut ab vor dem Org.-Team, sie haben diese Woche perfekt organisiert.

Zeiten:

Dirk: 3:38:18

Frank: 3:39:44

Madeleine: 5:01:32

Den traditionell aus Hörschel mitgetragenen Stein haben wir dann in Blankenstein in die Saale geworfen.

Da verletzungsbedingt der Führende auf der letzten Etappe bei km 25,1 aufgeben musste, erbe ich den Gesamtsieg und Frank Platz 2.

 

Gesamtzeiten:

Dirk: 15:18:50

Frank: 16:08:53

Madeleine: 23:26:25

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Urkunde DirkUrkunde Madeleine Wertungsheft Madeleine 1 Wertungsheft Madeleine

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