Am 05.05.2013 bestiegen Norma in Begleitung von Micha, Thomas und Helfried mit Familie die 07:49 Uhr – Bahn nach Berlin auf dem Weg zum ältesten Straßenlauf Deutschlands. In Hoppegarten bekamen wir durch Jörgen und in Lichtenberg durch Andre Verstärkung. Nun waren wir eine schlagkräftige Truppe, um Blau-Weiß würdig auf der schnellen Weltrekordpiste durch Berlins City unter strahlend blauem Himmel zu vertreten.

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA      Lauflogo mit Medaille

Um 09:00 Uhr am Olympiastadion angekommen, ging auch alles ganz schnell: Zuerst ein paar Fotos vor den olympischen Ringen am Osttor des Stadions. Dem folgte ein zügiges  Umziehen, ein LastMinuteFrühstücksHotDog für Jörgen, das Kleiderbeutelabgeben und schon ging es ab in die Startblöcke.

9 Gute Laune war vorhanden

Die Ziele waren auch diesmal stark unterschiedlich gesteckt. Während Helfried seine Tochter durch ihren ersten Halbmarathon begleiten wollte, Andre den Lauf als gutes Training in sein Triathlonprogramm einbaute, nahm Norma die 25 km als Vorbereitungswettkampf für ihre 100 km-Run & Bike-Tour am 10./11.05. ins Visier und Jörgen & Thomas wollten es krachen lassen, um die eigene Leistung zu überprüfen.

Wie immer mit einem Kribbeln im Bauch stand man im Startblock und wartete, dass es los ging. In Sichtweite vor sich die Läufer aus Afrika, welche wieder einen Weltrekordversuch unternahmen.  Bevor der Startschuss kam, gab es noch eine Gedenkminute für die Opfer des Boston-Marathons. Bevor auch die Starthymne des Boston-Marathons erklang, lief es Einem noch einmal kalt über den Rücken. Dann endlich der Startschuss. Nun also los auf die klassische Unterdistanz des Marathon von 25 km. (Dies waren übrigens immer 25 Km, bis sich der Halbmarathonhype durchsetzte).

Auf der zu Beginn leicht abschüssigen Strecke ging es mit hohem Anfangstempo durchs Westend in Richtung Theodor-Heuss-Platz.  Thomas sagte vorher noch: Bloß am Anfang nicht übertreiben. Die Strecke verleitete sehr dazu.  Er pendelte sich bei 03:45 min/km ein, was ein gelungener Start für die ersten 10 km war. Sein Ziel war es so lange wie möglich unter dem 4:00 min/km -Schnitt zu laufen, um eventuell eine neue persönliche Bestzeit aufzustellen.

Schnell war man am Theodor-Heuss-Platz angekommen und dann hatte man die riesig breite und endlos lang scheinende ehemalige Reichsstraße 1 vor sich. Über Bismarckstraße, Ernst-Reuter-Platz, der Straße des 17.Juni mit Siegessäule hatten sowohl Thomas, als auch Jörgen und Norma das Gefühl zu fliegen.  Bei rhythmischen Klängen ging es durchs Brandenburger Tor Richtung Hotel Hilton. Schon hatte man die Hälfte des Rennens absolviert. Die Stimmung an der Strecke war ausgesprochen gut.

Die 10 km-Marke erreichte Thomas nach ca. 38:20 min bei schönem sonnigem Wetter im wohligen Schatten der Häuserfronten. Auch Jörgen erwischte einen guten Start und setzte seine Durchschnittsgeschwindigkeit etwas sanfter an, sodass er das Rennen wie geplant konstant durchlaufen konnte.

Weiter ging es auf der Leipziger Straße zum Potsdamer Platz. Die Sonne gewann weiter an Höhe, so dass  für die nächsten Kilometer das Ziel sein musste, das Tempo in Würde  zu halten, in Gedenken des Streckenprofils und steigender Temperaturen.

Auf dem 14. Kilometer kamen dann die zwischenzeitlich abgebogenen Halbmarathonläufer wieder auf die Strecke, wodurch das Läuferfeld wieder etwas aufgefüllt wurde. Gerade an dieser Stelle empfindet man das Abweichen der Streckendistanz von 25 km auf die Halbmarathondistanz als etwas unangenehm, zumal es im zeitlichen Umfeld des BIG 25 zahlreiche andere Halbmarathonveranstaltungen gibt.

So ging es dann weiter durch den Tiergarten, über Potsdamer Strasse, Tauentzien, Kurfürstendamm, Leibnitz- und Kantstraße zurück zum Theodor-Heuss-Platz durch die Innenstadt Berlins.

Dieser Kilometer 21 am Theodor-Heuss-Platz hatte es dann wieder in sich, denn es ging aufwärts zum höchsten Punkt der Strecke, wo die Halbmarathonmatte als Belohnung  wartete und die Uhr für Thomas und Jörgen eine neue Bestzeit anzeigte.

Nun hieß es: Die letzten knapp 4 Km über Reichsstraße und Olympischen Platz bis ins Olympiastadion in Würde ablaufen.  Immer wieder wurde man von den Zuschauern toll angefeuert. Bloß hier nicht dem hohen Tempo Tribut zollen! Durchhalten war angesagt. Und auf einmal hatte man das Stadion schon ganz nah vor sich. Leider zeigten die Kilometerschilder an, dass es immer noch zwei fiese Kilometer werden würden. In gefühlter Ewigkeit wurde das Stadion nahezu umrundet bis man endlich leicht abschüssig in die Stadionkatakomben geführt wurde. Aus einem dunklen Tunnel klangen laute Beats den Läufern entgegen. Was würden das für geile 500 m – Reststrecke werden.  Und wie angenehm kühl war es bevor es ins heiße Stadionrund auf die letzten Meter gehen sollte.

IMG_0540  die letzten Meter im Stadionrund

Dann war es soweit:  Ein heller Lichtstrahl bohrte sich in den dunklen Stadiontunnel. Ins Stadion wird aus Richtung des Marathontors eingelaufen. Die große Videoanzeigetafel sieht man direkt vor sich. Jetzt gilt es lächelnd eine ¾-Stadionrunde auf Blau-weißer Laufbahn zu drehen, vielleicht noch einen Endspurt hinzulegen, der Ostkurve die Zunge rauszustrecken und glücklich über die Ziellinie zu laufen. Was für eine wunderschöne Medaille wird es wohl geben?

IMG_0388       zufriedene Gesichter nach dem Lauf

IMG_0391     vor dem Osttor

An diesem Tag zeigte die Uhr für Norma, Thomas und  Jörgen  eine neue persönliche Bestzeit an. Man brauchte nicht lange aufeinander zu warten und lag sich später bei einem Gerstensaft eines Hauptsponsors in den Armen.

Welche, wenn nicht diese Strecke, ist es würdig in Weltrekordszeit belaufen zu werden?

Norma, Thomas und Jörgen

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